Träume jenseits des Meeres [Rezension]

Träume jenseits des Meeres

Tamara McKinley

übersetzt von Marion Balkenhol
Ausgabe von 2009, 446 Seiten
Bastei Lübbe Verlag

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„Zehnmal fuhr die Sonnengöttin über den Himmel, bis sie endlich ihr Ziel erreicht hatten. Majestätisch erhob sich der uralte Berg Uluru aus den Wäldern ringsum, die Rundungen, Schrunden und eingekerbten Flanken warfen in der untergehenden Sonne tiefe Schatten.“

Über die Autorin:

Tamara McKinley wurde 1948 in Australien, genauer gesagt Tasmanien, geboren und lebt heute in England. Ihre Romane spielen jedoch immer hauptsächlich in Australien, wofür sie auch jedes Mal wieder dorthin reist und recherchiert, um sich möglichst an die historischen Fakten zu halten, wie sie selbst sagt.
Sie ist mit ihrer Jugendliebe verheiratet und hat drei Kinder.
Ihre Bücher wurden in 20 Sprachen übersetzt und sie hat insgesamt rund 2 Millionen Bücher verkauft.

Die Story:

1768 bricht ein englisches Forschungsschiff auf, um den unbekannten südlichen Kontinent Australien zu erkunden. Bereits kurz darauf beginnt die Besiedlung durch weiße Kolonisten.
McKinley beschreibt diesen Prozess des Entdeckens und Besiedelns aus verschiedenen Perspektiven, durch verschiedene Personen, die jedoch alle miteinander vernetzt sind.
Es ist der erste Band der „Oceana“-Trilogie (auch wenn sie bereits mehr als drei Bücher umfasst…).

Meine Meinung:

Eigentlich bin ich ja nicht so der Typ für Familiendrama-Jugendliebe-KitschKitsch-Romane, aber dieses Buch ist einfach so verdammt gut, ich konnte es gar nicht aus der Hand legen.
Wirklich, sie schreibt sehr lebhaft, ich liebe ihre Art, die Dinge zu beschreiben und die Charaktere prägen sich ein. Sie lässt auch die unschönen Dinge nicht aus und das Ganze ist trotz den vielen Sprüngen zwischen den Protagonisten noch rund, es liest sich wirklich gut.
Allerdings hätte ich mir gerne noch mehr aus der Aborigines-Perspektive gewünscht, zumal es auch aus ethnologischer Sicht spannend gewese wäre herauszufinden, ob das alles so stimmt.
Während mich der Prolog gefesselt hat, fand ich das Ende dagegen viel zu kitschig, aber dennoch nicht komplett absehbar (Und das soll bei mir was heißen, ich weiß meistens recht früh wie eine Geschichte ausgeht).
Es wird definitiv nicht mein letzter McKinley Roman sein. :)

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PS: Auch hier habe ich wieder ein Mängelexemplar mit aufgeschlitzem Rücken – spart Geld, tut den Büchern aber weh.

Zu kaufen: hier
Oder natürlich in jeder guten Buchhandlung, sowie auf Flohmärkten etc. :)
ISBN: 3404162951

Nächstes Buch: Das Salz der drei Meere – Anita Nair

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3 Kommentare

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