Das Salz der drei Meere [Rezension]

Das Salz der drei Meere

Anita Nair

übersetzt von Angelika Naujokat
Ausgabe von 2002, 364 Seiten
Hoffmann und Campe Verlag

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„Liebe ist eine farblose, flüchtige Flüssigkeit. Liebe entzündet und brennt. Liebe hinterlässt keine Rückstände – weder Rauch noch Asche. Liebe ist ein Gift, das vorgibt, Wein zu sein.“

Über die Autorin:

Anita Nair wurde in Kerala (Indien) geboren und lebt heute in Bangalore (Indien). Nachdem sie englische Literatur studierte, veröffentlichte sie 1997 ihr erstes Buch. 2001 kam „Ladies Coupé“ (Das Salz der drei Meere) heraus, wurde mittlerweile in 25 Sprachen übersetzt und eroberte die indischen Bestsellerlisten.
In Indien ist sie längst ein Star unter den Autoren und ihr neuestes Buch heißt „Idris – Keeper of the Light“.

Die Story:

Es ist eine lange Fahrt von Bangalore nach Kanyakumari, die Stadt der drei Meere. Doch Akhila, die mit ihren 45 Jahren noch unverheiratet ist, lernt auf der Zugfahrt fünf weitere Inderinnen kennen und tauscht mit ihnen ihre Lebensgeschichten aus. Es geht um Ehe, Liebe, Mut und Selbstfindung und am Ende dieser Reise wird Akhila nicht mehr die Selbe sein.

Meine Meinung:

Ich habe wirklich lange überlegt, was ich hier über meine Meinung schreiben soll. Denn ich finde das Buch wirklich gut, aber es hat mich stark beschäftigt. Permanent waren die Geschichten dieser Frauen in meinem Hinterkopf. Und eigentlich war ich wirklich enttäuscht, fast schon wütend, dass die Gemeinsamkeit der Frauen darin bestand, dass sie frei sein wollten, sich aber aufopferten und ihre Gedanken nie aussprachen, immer kuschten und schwiegen. Das sogar ihre Mütter ihnen sagten, dass nur so eine gute Ehefrau aussieht – eine, die immer schön die Klappe hält und keine Meinung hat. Doch andererseits waren sie auch verdammt stark und haben ihre Träume nicht vergessen und teilweise sogar verwirklicht. Deshalb ist Karpagam, die nur eine Nebenrolle spielt, auch meine liebste Charaktere.
Außerdem will ich nicht über die Kultur dort urteilen und sie als „frauenfeindlich“ abstempeln, nur weil sie so anders ist als meine eigene. Ich weiß nur, dass ich dort nicht leben könnte. Und Respekt gegenüber den Frauen dort habe, die ihre Träume wahr machen und so stark sind wie die Frauen aus dem Buch.

Ich empfehle das Buch wirklich jedem, der sich für Starke-Frauen-Romane oder Indien oder einfach gute Geschichten interessiert. Es hat mich sehr berührt und es ist auch gut geschrieben.

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Zu kaufen: hier. Ich bin mir nicht sicher ob man das Buch in Buchhandlungen findet. Ich habe mein Exemplar auf dem Sommertollwood in München, beim Stand der Indienhilfe, gekauft.
ISBN: 3-455-05384-x

Nächstes Buch: Die Herrscherin – Karen Miller

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