Das Projekt 2016

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Jedes Jahr das Gleiche. Man macht sich Vorsätze, versucht dann halbherzig diszipliniert dran zu bleiben und vergisst oder verdrängt sie dann doch wieder. Mir wurde vor rund einem Jahr klar: So geht das nicht weiter. Ich muss dran bleiben, ich muss es schaffen. Und damit meine ich nicht solche Ziele wie „5 Kilo abnehmen“ oder „weniger Geld ausgeben“, sondern ganz persönliche Ziele, die mein Innerstes von Grund auf neu aufbauen sollen. Und ihr dürft Teil davon sein.

Dieser Blog war von Anfang an nicht als klarer „Buchblog“ definiert, es ist ein persönlicher Blog und deshalb soll er nun auch meinen persönlichen Wandel dokumentieren.
Wie einige bereits wissen, hatte ich in meinem Leben nicht so schöne Phasen. Ich werde das nicht weiter ausführen, denn irgendwann hat es bei mir Klick gemacht: Ich muss nach vorne sehen. Ich darf mich nicht von allem was schon einmal schief gelaufen ist und vielleicht aktuell nicht so gut läuft, runter ziehen lassen. Ich muss mich endlich dazu entscheiden, glücklich zu sein.

Es begann mit Erinnerungsstücken, die ich von der Wand riss und entweder wegwarf oder in einer Kiste verstaute. Doch das war der einfache Teil, der richtig schmerzhafte, aber auch der einzig richtige Weg für mein neues Leben, war, sich von sehr vielen Menschen aus meinem Umfeld zu verabschieden. Auszusortieren, sich zu verabschieden, sie zurücklassen. Und auch in Zukunft konsequenter zu sein: Sobald mir ein Mensch nicht mehr gut tut, hat er in meinem Leben nichts mehr verloren. Das klingt egoistisch, ist es vielleicht auch, aber glaubt mir: Dieser Prozess hat mir oft mehr wehgetan, als den Menschen von denen ich mich getrennt habe. Trotzdem war es die beste Entscheidung, die ich bisher treffen konnte. Ich fühle mich mittlerweile erstaunlich leichter, als hätte ich schweren Balast abgeworfen.

Ein weiterer Meilenstein war mein Ethnologie Studium. Als ich begann, dieses Fach in Erwägung zu ziehen, habe mir viele Menschen davon abgeraten, einige Leute haben mir nur Verständnislosigkeit für meine Entscheidung entgegen gebracht. Nein, Ethnologie läuft nicht auf einen festen, sicheren Beruf hinaus. Ja, ich mache es trotzdem – mit Stolz und Herzblut. Und das, obwohl ich Europa noch nie verlassen habe und so gesehen eigentlich keine Ahnung von „der Welt da draußen“ habe.
Als ich trotz aller Missgunst anderer immatrikuliert war, fühlte ich mich wieder ein wenig mehr wie ich selbst. Wie das kleine Mädchen, dass unbedingt auf dieses eine Gymnasium wollte, obwohl das andere doch besser war und ich auf meinem Wahlgymnasium nicht gerade die besten Jahre meines Lebens verbringen würde. Doch das kleine Mädchen wusste damals noch nicht, wie grausam Menschen sein können und wie weh das Leben manchmal tun kann. Ich weiß das heute und doch fühlte es sich wundervoll an, stur und ohne Rücksicht auf die Folgen diese Entscheidung zu treffen, einfach weil es sich richtig anfühlt. Das kleine Mädchen wäre stolz auf mich.

Doch das war erst der Anfang. Ich möchte noch weiter gehen. Ich möchte gewisse Dinge in meinem Leben, Einstellungen und Selbstwahrnehmungen, von Grund auf ändern. Und ich möchte Ziele erreichen. Da mein Studium, das in diesem Prozess so wichtig ist, noch 4 Semester dauert, habe ich mir zwei Jahre als Grenze gesetzt. Und somit das „Projekt 2016“ begonnen.

Was sind meine Ziele?

Ich möchte öfter glücklich sein. Leichter gesagt als getan. Ich möchte mehr Lachen, aber vor allem möchte ich meine Negativität ablegen. Ich bezeichne mich zwar als Realistin, neige aber oft zu Pessimismus. Damit verbreite ich negative Energien, mit denen ich bei anderen Leuten nichts mehr zu tun haben will – also möchte ich selbst auch keine negativen Energien mehr verbreiten.

Ich möchte neue Chancen nutzen, Dinge ausprobieren, die ich vorher noch nie probiert habe und sie mit euch teilen.

Ich möchte wieder ein bisschen wie das kleine Mädchen werden, dass genau wusste was der richtige Weg für sie ist und keine Angst vor dem Weg und den Hindernissen unterwegs hatte.

Ich möchte gesünder leben. Und damit meine ich nicht vegetarisch oder vegan oder wie auch immer, sondern einfach nicht mehr so viele Süßigkeiten essen, mehr gesündere Rezepte ausprobieren, ein wenig Sport machen und auch auf meine Haut und meine Haare achten und sie pflegen.

Ich möchte etwas erschaffen, und sei es nur dieser Blog hier oder mein YouTube Kanal und ich möchte etwas zurückgeben, egal ob durch das Unterstützen von Spendenaktionen oder durch Gewinnspiele oder Beistand oder oder oder…

Ich möchte bis 2016 einmal nicht-europäischen (oder isländischen) Boden betreten.

Ich möchte mehr lernen. In meinem Regal stehen so viele schlaue Bücher, bei denen ich immer und immer wieder zu faul bin sie zu lesen. Bis 2016 möchte ich alle Sachbücher die sich zum jetzigen Zeitpunkt in meinem Regal befinden (16 Stück) gelesen haben und euch mitgeteilt haben, was ich daraus gelernt habe.

Ich möchte Hindi/Urdu sprechen. Ab Oktober werde ich an der Universität Hindi und Urdu lernen, zwei indische Sprachen. Und ich weiß, wie schlecht ich im Lernen von Sprachen bin. Und ich weiß wie schnell ich aufgebe, wenn etwas nicht sofort klappt. Ich will dran bleiben. Bis 2016 möchte ich nicht aufgegeben haben und kurze Konversationen in mindestens einer der beiden Sprachen führen können.

Und ich möchte schreiben. Mein Projekt „Avaly“ und alle anderen Schreibprojekte stehen zur Zeit. Ich komme nicht dazu, ich habe keine Ruhe, ich habe Schreibblockaden. Dabei ist es das, was doch mein größter Traum ist. Bücher schreiben, Geschichten erzählen. Bis 2016 soll zumindestens ein Projekt zu Ende geschrieben sein.

Was hat das mit euch zu tun?

Dieser Blog war ein riesiger Schritt für mich. Das Schreiben, die Videos und nicht zuletzt euer Feedback sind mein Antrieb. Nicht nur, dass ich den Blog bis 2016 auf jeden Fall weiter erhalten, ausbauen und mit ihm wachsen möchte. Ich möchte, dass ihr daran teilhabt. Nicht nur, in dem ich ich meine Fortschritte und Versuche mit euch teile, wie zum Beispiel meine Motivations Collage, sondern auch in dem ihr aktiv werden könnt.

Jedes Mal, wenn ein Beitrag euch ein negatives Gefühl gibt, teilt es mir mit. Ich werde nach wie vor meine Meinung offen und direkt mitteilen und das kann nunmal auch eine negative Meinung sein, doch wenn ihr nach dem Lesen eines Posts schlechte Laune habt, teilt es mir mit, dann kann ich daran arbeiten. Denn mein Ziel ist es, euch auf keinen Fall runterzuziehen.

Macht mir Vorschläge, was ich tun könnte, was ich ausprobieren könnte, über was ich lernen und lesen und berichten könnte, schreibt mir ehrlich eure Meinung. Wenn ihr meinen aktuellen Stand des Projekts wissen wollt, wenn ihr Ideen habt wie ich meine Ziele schneller / besser erreichen kann, wenn es etwas gibt das ich vorstellen soll, schreibt mir. :)

Habt ihr Tipps zum Sprachen lernen, zum Kochen, zum Loslassen, zu irgendetwas? Leckere Rezepte oder Gute-Laune-Musik? Teilt sie mir mit :)

Habt ihr vielleicht selber ähnliche Ziele und versucht sie zu erreichen? Teilt sie mit mir, nehmt an meinem Projekt teil! :)

Es gibt viele Wege mir zu helfen und sei es nur eine gelegentliche Erinnerung an meine Ziele, Motivation, schöne Zitate oder wie auch immer. Ich freue mich über jede Hilfe. :)

 

Und ja, 2016 klingt weit weg. Aber Charakterentwicklungen brauchen, vor allem wenn sie nicht durch bestimmte Ereignisse hervorgerufen werden sondern nach einem Entschluss erarbeitet werden müssen, ziemlich lang. Außerdem sind es ja auch einige Ziele, die auch ihre Zeit brauchen.
Wenn im Herbst 2016 alle Ziele erreicht sind und ihr mir dabei irgendwie helfen konntet, überlege ich mir eine Überraschung. :)

3 Kommentare

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